Za serbske ludowe zastupnistwo
Für eine sorbische/wendische Volksvertretung

Grundsätze

Die Mitglieder der Rada Starostow haben sich mit der Initiative auf folgende Grundsätze geeinigt:

  1. die Rada Starostow ist nicht ein Rat der Initiative, sondern Rat des gesamten sorbischen/wendischen Volkes ähnlich den Runden Tischen in der Wendezeit,
  2. die Rada Starostow ist ein unabhängiges Gremium, d. h., unabhängig auch von der Initiative (Dies wurde bereits beim Treffen in Nebelschütz so gehandhabt. Als nämlich die Kandidaten ihre ureigensten Angelegenheiten besprachen, haben die Initiativmitglieder den Raum verlassen; z. B. als es darum ging, wie der/die Vorsitzenden der Rada Starostow gewählt werden sollen, entschieden sich die Kandidaten, dass dies nach ihrer Berufung geschehen soll.)
  3. die Rada Starostow verpflichtet sich, in der Öffentlichkeit ernsthafter Fürsprecher der Idee des Serbski Sejm, also einer sorbischen/wendischen Selbstvertretung, zu sein,
  4. weil die Rada Starostow noch nicht demokratisch gewählt werden kann, sind so bald wie möglich Wahlen durchzuführen,
  5. die Rada Starostow beobachtet kritisch den Wahlprozess zum Serbski Sejm,
  6. die Rada Starostow verpflichtet sich, für absolute Transparenz zu sorgen, aus der sie ihre Legitimität schöpft.

Diese Grundsätze beruhen nicht auf konservativen Aufgaben, wie der Pflege von Bräuchen und Traditionen, sondern basieren auf innovativem Denken und Handeln für die Zukunft.

Trotz aller bisherigen Absprachen kann nicht endgültig festgelegt werden, welche Aufgaben die Rada Starostow definitiv übernimmt und welches Statut sie sich gibt. Im Protokoll der gemeinsamen Treffen steht dazu: „Die Rada Starostow muss sich als unabhängiges Gremium, das den Willen der sorbischen/wendischen Gemeinschaft repräsentiert, selbst in seine Rolle einfinden“.

Schließlich waren sich die Mitglieder der Rada Starostow und die Initiative darin einig, dass der Serbski Sejm nicht den gewohnten Parlamentarismus mit konkurrierenden Fraktionen kopieren sollte, sondern bestimmend soll die Gemeinschaft der Sorben/Wenden sein. Konsens soll über basis-demokratische und parlamentarische Prinzipien erreicht werden.

Aufgabe der Rada Starostow ist es, zu einem Verständnis beizutragen, dass der Serbski Sejm als Instrument direkter Demokratie aus Delegierten besteht, die die Interessen ihrer sie entsendenden Gruppierungen bis zum Konsens aushandeln. Hierin läge ein typischer Unterschied einer Minderheitengesellschaft zur Verfasstheit einer Mehrheitsgesellschaft. Am Beispiel eines kleinen Volkes könnte demonstriert werden, wie Demokratie weiter entwickelt werden kann.